... als Herausgeber
Stephan Dury


In den Jahrzehnten nach dem 2. Weltkrieg sind viele Ausgaben von mehr oder weniger berühmten Interpreten veröffentlicht worden. Dieser Usus ist dann ersetzt worden durch die sogenannten Urtextausgaben, die sich an musik-
wissenschaftlichen Parametern orientieren. Doch Urtext bedeutet nicht Autograph, denn bis auf die Flötensonate in h-moll BWV 1030 ist uns in der Flötenliteratur nicht Bachs Niederschrift überliefert, sondern nur Abschriften. Da wo Urtext draufsteht ist nur die frühest verfügbare Abschrift drin. Die Kopisten aus früherer Zeit waren häufig genauso wenig gute Musiker, wie die heutigen Lektoren und Noten-
setzer. Und so stehen hier oft Artikulations-/Phrasierungs-
vorschriften, die vom Standpunkt des Musikwissen-
schaftlers und Musikhistorikers zwar gerechtfertigt sein mögen, von dem des Musikers aber sind sie häufig unsinnig.

Dies habe ich in meinen Ausgaben versucht, anders zu machen.
In meiner Edition unterscheide ich auch nicht in „authentische Sonaten“ und „J. S. Bach zugeschriebene Sonaten“, weil sich diese Frage abschließend nicht klären lässt, wiewohl wohl jeder Interpret dazu seine Meinung haben wird, und weil diese Diskussion solange akade-
mischen Wert hat, solange sich all diese Sonaten im Bachwerkeverzeichnis finden.
Ich habe drei Bände hergestellt: Im ersten befinden sie die Flötenstimmen, im zweiten die Flötenstimme mit der Generalbassstimme, bzw. bei den obligaten Sonaten mit der rechten Hand der Klavierstimme, was sich für die Probenarbeit als großer Vorteil erwiesen hat, und im dritten Band befindet sich die Klavierstimme.

Ein weiterer Band enthält Bachs Sololiteratur:
Die Cellosuiten in G-Dur (BWV 1007), C-Dur (BWV 1009) und Es-Dur (BWV 1010), die Partita a-moll (BWV 1013) und die a-moll-Sonate (Wq 132) von C. Ph. E. Bach.

Auch diese Noten können Sie bei mir bestellen. Nehmen Sie Kontakt mit mir auf.